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Aufmerksamer Bankmitarbeiter erkennt versuchten Trickbetrug durch Schockanruf und ruft die Polizei - Geldübergabe verhindert

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Hannover


Am Montag, 28.03.2022, hat eine 68-jährige Gehrdenerin einen Anruf eines vermeintlichen Staatsanwaltes erhalten. Ihr Sohn habe einen schweren Unfall verursacht. Für die Freilassung forderte er eine Kaution. Die geschockte Seniorin holte 55.000 Euro von einer Bankfiliale ab, dabei wurde der 37-jährige Filialleiter aufmerksam und schaltete die Polizei ein.

Nach aktuellen Erkenntnissen der Kriminalpolizei Hannover erhielt die 68-Jährige aus Gehrden am Montag einen Anruf auf ihrem Festnetztelefon. Ein vermeintlicher Polizist, später auch ein vermeintlicher Staatsanwalt berichteten ihr von einem schweren Verkehrsunfall, den ihr Sohn verursacht haben soll. Dieser sei festgenommen worden und würde nur gegen eine Kautionszahlung auf freien Fuß gelassen werden. Bei dem Telefonat wechselten die Gesprächspartner, sodass der Seniorin das Geschehen durchaus authentisch gemacht wurde.

Die durch das Telefonat geschockte Seniorin begab sich mit ihrem Pkw zu einer örtlichen Bankfiliale. Beim Abheben der geforderten 55.000 Euro erkannte ein aufmerksamer Bankmitarbeiter eine Betrugsmasche, bei der ältere Menschen durch Schockanrufe dazu gebracht werden hohe Geldsummen an vermeintliche Mitarbeitende von Polizei oder Justiz zu übergeben. Trotz Warnung des 37-jährigen Filialleiters ließ sich die von den Geschehnissen überzeugte Dame nicht davon abbringen, mit dem Geld zum vereinbarten Übergabeort nahe der Justizbehörden in Hannover zu fahren. So meldete der Filialleiter gegen 15:00 Uhr seinen Verdacht der Polizei.

Durch die Zusammenarbeit des Geldinstituts und der tatsächlichen Angehörigen mit der Polizei Hannover konnte die Seniorin gewarnt und die Übergabe verhindert werden. Tatverdächtige wurden am Übergabeort nicht angetroffen. Die Kriminalpolizei Hannover ermittelt nun wegen eines versuchten Trickbetruges gegen Unbekannt und bittet um Zeugenhinweise.

Wer hat am Montag einen ähnlichen Schockanruf erhalten und kann Täterhinweise geben? Zeugen wenden sich bitte über die Telefonnummer 0511 109-5555 beim Kriminaldauerdienst Hannover.

„Die Staatsanwaltschaft Hannover fordert grundsätzlich keine Angehörigen dazu auf, Kautionen zu bezahlen“, so Staatsanwältin Kathrin Söfker. Auch die Polizeidirektion Hannover warnt vor Trickbetrügern, die mit verschiedenen Betrugsmaschen telefonisch an Seniorinnen und Senioren herantreten.

Seien Sie misstrauisch gegenüber Fremden am Telefon und legen Sie auf!

Weitere Verhaltenshinweise bei Trickanrufen und anderen Betrugsmaschen finden Sie unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug

Artikel-Informationen

erstellt am:
30.03.2022

Ansprechpartner/in:
Frau Kathrin Söfker

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